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Färöer Dänemark
Reisebericht:
Mit dem Toyota und Dachzelt von Brandenburg bis zu den Färöern.
Im Spätsommer, zwischen August und September, startete ich unser kleines Abenteuer mit dem Toyota und Dachzelt – quer durch Brandenburg und Mecklenburg, mit Ziel: die entlegenen, wilden Färöer-Inseln. Die Reise begann ruhig und ländlich – über die Alleen und Seenplatten Brandenburgs, vorbei an alten Backsteinkirchen, bis zum beeindruckenden Kloster Chorin, das mit seiner gotischen Ruhe eine erste Rast bot. Von dort aus ging es weiter Richtung Norden, durch die spätsommerlichen Felder Mecklenburgs bis nach Rostock, wo ich die Fähre nach Gedser in Dänemark nahmen. In Lolland erwartete mich ein herzliches Wiedersehen: Annette, Dirk, Katja und ihr lebhafter Schäferhund Enzo empfingen mich mit offenen Armen. Ein paar entspannte Tage im dänischen Spätsommer, Gespräche unter alten Apfelbäumen und Spaziergänge mit Enzo an der Küste – bevor es wieder weiterging. Die Route führte mich durch ganz Dänemark – über sanfte Hügel, kleine Häfen und Windmühlen – bis in den hohen Norden nach Hirtshals, wo ich die Fähre zur nächsten Etappe bestieg: die MS Norröna, das einzige Fährschiff, das regelmäßig die Färöer-Inseln anläuft. Die Überfahrt war stürmisch, das Meer tiefblau, Möwen begleiteten das Schiff bis zum Horizont. Nach Ankunft in Tórshavn, der charmanten Hauptstadt der Färöer, begann mein eigentlicher Fotografie-Roadtrip: rau, eindrucksvoll, einsam – und wunderschön. Kurz darauf stieß auch Birgit Kuhn zu mir, die mit SAS aus Kopenhagen eingeflogen kam, vollgepackt mit Kameraausrüstung. Gemeinsam erkundeten wir die dramatische Natur der Inseln Vágar, Streymoy, Sandoy und Eysturoy: hohe Klippen, grasbewachsene Dächer, Nebel über dem Meer, Schafe auf den Straßen, Wasserfälle, die direkt in den Atlantik stürzen. Jeder Tag ein neues Motiv, jede Stunde ein anderes Licht. In der allerletzten Augustnacht, im winzigen Fischerdorf Elduvík, geschah es: Am klaren Nachthimmel tanzten plötzlich die ersten Polarlichter der Saison – Aurora Borealis. Grün und leicht violett flackernd, ein zarter Schleier über dem schwarzen Himmel – ein magischer Abschluss für eine Reise, die sich tief in unser Gedächtnis eingebrannt hat. Ein Abenteuer zwischen Natur, Freundschaft und Fotografie – und ein Dachzelt, dass uns dabei stets ein Zuhause war.

      
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