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Island Polarlicht 2022

Island im Winter! 31.01. bis 13.02.2022- Flug mit Icelandair Boeing 737 Max 8 nach Kevlavik. Mietwagen Übernahme direkt am Airport. Die ersten 2 Nächte in Grindavik im Südwesten Islands beginnen sehr stürmisch mit Hagel, Schnee und abenteuerlichen Fahrten auf Polarlichtjagd. Nichtsahnend davon, was uns noch bevorstehen würde. Und zwar der stärkste Hurrikan auf Island seit 20 Jahren. Sowohl auch das größte Glück mit gigantischen Polarlichtern in glasklaren, eiskalten Nächten ganz im Westen der Atlantikinsel. Zu dritt steigen wir auf zum kürzlich erloschenen Vulkan Fagradalsfjall. Die Lava ist noch heiß und dampft. Klare Sicht bis zum Meer und Richtung Grindavik. Erst im Abstieg kommt dichtes Schneetreiben auf, was uns nicht davon abhält, noch bis zur Lavazunge am unteren Ende zu wandern. Weiter geht die Fahrt Richtung Nordwesten zur Halbinsel   Snæfellsnes. Vereiste Straßen, Verwehungen, ständiger Wetterwechsel von Sonne pur bis Schneesturm lassen die 250 km lange Fahrt zum nächsten Abenteuer werden. Eine beeindruckende Schneelandschaft lässt uns immer wieder anhalten zum Fotografieren. Zum Glück sind wir mit Spikes bereift am Ford SUV Allrad. Im äußersten Westen der Halbinsel Snæfellsnes beziehen wir in Hellnar ein Blockhaus, sind die einzigen Gäste im Ort. Außer Schafen und Pferden im Stall gibt es noch eine Kirche, welche ein tolles Fotomotiv darstellt vor dem dunkelblauen Meer, dem weißen Berghorizont und natürlich den gigantischen Polarlichtern in folgenden 3 Nächten! Ständig mit Kamera und Stativ in Alarmbereitschaft, egal ob 22 Uhr oder 5 Uhr morgens. Der nächtliche Elan gibt uns recht. Bis zum Morgengrauen tanzt die „Sonne in der Nacht“ über uns. Zwischendurch zieht eine Sturmfront durch und das Blockhaus ächzt und knarrt beunruhigend. Bis wir am Morgen feststellen müssen- wir kommen mit dem Auto nicht wieder weg. Die Einfahrt zum Haus ist auf 200 Meter Länge zwei Meter hoch zugeweht. Vom Auto Vermieter kommt eine E-Mail nach der anderen, mit Warnungen vor einem gigantischen Sturm. Uns wird klar, wir müssen hier draußen aus exponierter Lage definitiv weg! In einer halsbrecherischen Aktion, mit zweimal Anlauf holen, gelingt dann die Fahrt, einen verwehten Abhang hinauf und 200 Meter holpriger Wiese entlang zur frei gewehten Straße. Im puren Sonnenschein, einer verzauberten Winterlandschaft, fahren wir nach Borgarnes. Hier verbringen wir die folgenden 24 Stunden, während draußen die Hölle tobt. Immer in der Hoffnung, die Hütte solle nicht mit uns gemeinsam davonfliegen. Fast alle Straßen ins Hochland sind gesperrt- wir kämpfen uns trotzdem durch Richtung „Golden Circle“ dem Pingvellir-Nationalpark, dem Geysir-Geothermiegebiet und zum Gullfoss-Wasserfall. Beziehen für die nächsten Nächte ein kleines Quartier auf einer Farm in Laugarvatn. Von hier aus erschließen sich die Naturschönheiten im zentralen Hochland. Der Pingvellir Nationalpark bietet eine atemberaubende Aussicht und die Möglichkeit, zwischen zwei Kontinenten zu wandern- verbunden durch eine Brücke zwischen der amerikanischen und europäischen Platte. Das Wetter wechselt ständig- von Sonne pur mit heftigem Sturm am Gulfoss Wasserfall bis dichtes Schneetreiben in der Nacht. Die Polarlichter machen keine Pause, aber wir sehen sie nicht mehr. Es ist und bleibt eine Jagd! In den letzten zwei Nächten, ganz im Südwesten, werden wir noch einmal auf gigantische Art und Weise belohnt. Klarer Himmel in Gardur sowie die letzte Nacht im Airport Hotel am KEF. Strahlend hell zieht „Aurora Borealis“ in langen Bändern von Grün in Violett wechselnd über den Himmel. Trotz der intensiven Beleuchtung des nahen Flughafens gelingen einzigartige Aufnahmen. Wir hatten gehofft, wenigstens die letzte Nacht schlafen zu können…Aber ALLES bleibt ein Traum! Check-in nach Zürich am frühen Morgen 5 Uhr. Nachdem wir die eisigen Finger von Kamera und Stativ gelöst haben. Das ist ISLAND im Winter. Erholung auf dem vierstündigen Flug in der Saga- class von Icelandair mit reichhaltigem Frühstück.

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